Was ich mal werden will

Heute habe ich zufällig, d.h. ich kann nicht mehr zurückverfolgen wie ich dahin gekommen bin, diese Seite entdeckt. Es lohnt auf geisteswissenschaft.de mal vorbeizuschauen. Ziemlich beeindruckend, was die heutigen Studenten meiner früheren Alma mater so auf die Beine stellen. Nur aus mir ist nichts geworden, wie man sehen kann. Ich schreibe verworren über alles und nichts. Ich habe kein Ziel und weiß nicht, was aus mir mal werden soll, wenn ich groß bin.

Aber auch in diesen großen Fragen kann die Seite helfen. Ich stehe nicht allein da. Mein Lieblingsartikel ist das Interview mit Sonja Eismann vom Missy Magazin.

Über ihr geisteswissenschaftliches Studium sagt sie:

“Das Fach war eben doch nicht die Erfüllung all meiner Träume, sondern nur ein ziemlich überlaufenes Studium an einem recht verstaubten Institut.”

Das vielgespepriesene soziale und ehrenamtliche Engagement, das man heute als obligatorischen Teil seines Lebenslauf absolvieren (oder erfinden) muss, war ihr suspekt:

“Hochschulpolitik war mir irgendwie immer suspekt…”

Und am besten:

“Ich weiß aber eigentlich bis heute nicht, was ich “mal werden will”. Denn was ich für einen Beruf habe, da bin ich immer noch nicht so sicher – wenn ich irgendein Feld ausfüllen muss und dann “Journalistin/Kulturwissenschaftlerin” reinschreibe, fühle ich mich dabei merkwürdig.”

Ich weiß es auch nicht. Und der Hauptgrund (neben meiner Faulheit und meinem prinzipiell gestörten Verhältnis zu sozialen Medien), warum mein Linkedin-Profil irgendwie unvollständig und unklar ist, liegt darin, dass ich eine Berufsbezeichnung zu umgehen versuche. Außerdem bietet Linkedin nur diese festgelegten Kategorien an und ich passe in keine und fühle mich prätentiös, wenn ich doch eine auswähle.

Advertisements

Turn back the time

When I was little the changing of the clocks twice a year was a real family event. My Mum would be the initiator to all this. She would always point out to us on Saturday night already that the change is ahead of us. On Sunday morning the usual weekend breakfast would be dominated and interrupted by the changing of the various clocks in the house. I would be asked, if I had already changed the time on the clock in my room. My Dad would be asked to take down the clock in the kitchen, because it was too high to be reached by my Mum. My Mum would go downstairs to my Grandma’s appartment and interrupt her breakfast, making sure all the clocks were changed. All this would take up most of Sunday morning because everything seemed to have forgotten how to change that alarm clock and then to set it to the right time for Monday morning. Clocks where too high up on walls, so that latter were getting necessary. Later on cell phones and computers had to be changed and – wait, where was this setting again?

Yesterday morning, however, none of this happened. And not just because I don’t live with my Mum anymore. My computer and my phone both had adjusted their clocks without even telling me. It was supposed to be a smooth transition. Only when I looked at my old analog alarm clock, I realized that something major had happened during the night. I was a little bit disappointed.